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Baden bei Wien

Wärmeversorgung für Baden ohne Gas und Öl - geht das?
1. Design-Thinking-Prozess zu dem Thema in Baden

Wie gelingt der systematische Ausstieg von fossilen Energieträgern in öffentlichen Gebäuden, Einfamilienhäusern, Mietwohnungen und Unternehmen? Mit dieser Frage beschäftigten sich am 18. und 19. Oktober 24 ausgewählte Personen im Rahmen eines Design-Thinking Workshops in Baden.

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TeilnehmerInnen am 1. Design Thinking Prozess zur Wärmewende in Baden. Foto: Energiereferat
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Ideen werden im Workshop gebaut. Foto: Koch

Challenge und zentrale Frage: Wie wird Baden bis zum Jahr 2050 frei von fossilen Heizungen?
Heizen ohne Gas und Öl ist eine der zentralen Herausforderungen, wenn wir den Klimawandel bremsen und die Energiewende schaffen wollen. Das waren sich auch die TeilnehmerInnen des Workshops einig. Aber wie könnte das gelingen?

Gerfried Koch, Leiter des Energiereferats und Mitinitiator dieses Prozesses: „Wir haben ein schwieriges Thema auf eine ganz ungewöhnliche Art und Weise gedacht und durchgespielt. Und dabei sind von BürgerInnen aus Baden und eingeladenen ExpertInnen neue Ideen und Vorschläge für Baden entstanden. An diesen wertvollen Inputs werden wir weiterarbeiten um die Energiewende in Baden zu schaffen."

In der Klima- und Energiemodellregion Baden (KEM Baden) wurde erstmals ein Design Thinking Prozess angewendet um Lösungsansätze für diese schwierige Frage zu finden. Als Kooperationspartner der IIASA (International Institute for Applied Systems Analysis in Laxenburg) und des Klima- & und Energiefonds initiiert die Stadt Baden diesen zweitägigen Workshop, um Wege zu finden, wie der Stadt und seinen Bewohnern nachhaltig die Wärmewende gelingt.

In den Workshop integriert waren Vorort-Interviews mit BewohnerInnen und EigentümerInnen von Einfamilienhäusern, Mietwohnungen, Unternehmen und öffentlichen Gebäuden. Nun liegen viele Ideen und Umsetzungsvorschläge am Tisch. Beispielhaft einige Ergebnisse: KMU's brauchen noch spezieller Beratung und Betreuung für die betriebliche Energiewende; eine Energiepolitik aufbauend auf Freiwilligkeit wird nicht reiche; es braucht mutige Lenkungsmaßnahmen; für EinfamilienhausbesitzerInnen braucht es ein Gesamtpaket von der unabhängigen Beratung bis zur technischen Umsetzung ohne fossile Energieträger; Badener Energiewende-Preis um gute Projekte vor den Vorhand zu holen.

Design Thinking ist eine kreative und gleichzeitig systematische Vorgangsweise bei der mehrere Teams gemeinsam mit betroffenen Personen Vorschläge entwickeln oder an der Lösung komplexer Fragen arbeiten. Und das mit durchaus ungewöhnlichen Methoden: Ideen und Lösungsansätze wurden z.B. mit Lego gebaut. Für viele TeilnehmerInnen ist es schon eine Zeitlang her, dass sie mit den Lego-Bausteinen ihre Ideen gebaut haben.

Design Thinking bringt ein tiefgehendes und umfassendes Problemverständnis und ermöglicht damit Ideen und Lösungen, die über das herkömmliche Denken hinausgehen. Für den Prozess in Baden, konnte der renommierte Design-Thinking Trainer Klaus Weissmann gewonnen werden. In diesem Prozess geht es um ein komplexes Neu-Denken von Aufgaben.

Das Prinzip lautet: TUN! Nach dem Motto: „Rede nicht, sondern zeig ́s mir!" entstehen in kurzer Zeit gemeinsam mit betroffenen Personen einfache Funktionsmodelle. Betroffene nehmen eine aktive Rolle bei der Entwicklung von Vorschlägen ein.

Der Prozess ist eingebettet in ein Forschungsprojekt des Klima- und Energiefonds und wird in den beiden Klimamodellregionen Baden und Freistadt getestet und umgesetzt. Baden ist wieder einmal Vorreiter bei innovativen Ansätzen im Energiebereich. Das Ausrollen der Erfahrungen aus Baden auf die 91 Klimamodellregionen in Österreich ist geplant.

Rückfragehinweis:
Klima- und Energiereferat der Stadtgemeinde Baden
Dr. Gerfried Koch
+43 2252/86800-235, energiereferat@baden.gv.at

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