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Baden bei Wien

Tipp der Badener Stadtgärtner

Interessantes und Wissenswertes über Buchsbaum
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Buchsbaumzünsler Raupe
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Buchsbaumzünsler Falter
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Schaden durch Buchsbaumzünsler

Seine Beliebtheit verdankt der bis zu 500 Jahre alt werdende Buchs (Buxus sempervirens) seit Jahrtausenden seiner Robustheit, bedingt durch seine immergrünen, ovalen, ledrigen Blätter, seinem langsamen Wuchs, seiner Schnittverträglichkeit und Winterhärte. All diese Vorzüge ermöglichen eine vielseitige Verwendung des ursprünglich in Südeuropa und Westasien beheimateten Gehölzes.

Sowohl als Solitär-, Hecken- als auch Kübelpflanze, dann aber sollte der Wurzelballen im Winter durch eine Noppenfolie oder ein Vlies vor Frost geschützt und an frostfreien Tagen gegossen werden, wird er geschätzt.

Buchs beansprucht halbschattige Standorte mit kalkhaltigen, nicht zu trockenen, durchlässigen Böden ohne stauende Nässe und sollte beim Gießen die Benetzung der Blätter möglichst vermieden werden, um Pilzkrankheiten hintanzuhalten. Während Hecken und Solitärpflanzen eine Düngung mit organischen Dünger oder Kompost im Frühjahr bekommen sollten, bedürfen Kübelpflanzen einer regelmäßigen Nährstoffzufuhr mit im Handel erhältlichen speziellen Buchs- oder Kübelpflanzendüngern.

Außerdem sollten Buchse sobald der Topf komplett durchwurzelt ist (alle zwei bis drei Jahre) in ein größeres Gefäß mit Abzugsloch umgepflanzt werden. Der Durchmesser des neuen Pflanzbehälters sollte etwas größer als die oberirdischen Pflanzeteile ausfallen und zur Vorbeugung von Staunässe eine Drainageschicht aus Blähton eingebracht werden.

Ein Verjüngungsschnitt kurz vor Beginn des Austriebs im Frühjahr kann bis ins alte Holz erfolgen. Formschnitte hingeben können während der Vegetationsperiode von Mai bis Ende August - allerdings bei bedecktem Himmel um rasches Austrocknen der Schnittstellen an den Blättern zu vermeiden - durchgeführt werden. Großes Augenmerk sollte jedenfalls auf gut geschliffenes Werkzeug gelegt werden.

Das edle Holz des Buchsbaumes wird gerne für die Herstellung von Musikinstrumenten und Drechselarbeiten verwendet, hat aber auch seinen Preis.

Seit einiger Zeit hat der bislang als robust und als Symbol für die Unsterblichkeit geltende Buchsbaum mit einem äußerst gefräßigen Schädling, dem Buchsbaumzünsler, zu kämpfen. Der aus Ostasien stammende Kleinschmetterling wurde vermutlich auf dem Seeweg über den Mittelmeerraum auch nach Österreich eingeschleppt.

Typisches Merkmal für das Auftreten des Buchsbaumzünslers sind die Gespinstnester mit olivgrünen Kotkrümeln - vorzugsweise im Inneren der Gehölze zu finden -, die die drei bis fünf Zentimeter langen, grün-schwarz gezeichneten Raupen mit einer schwarze Kopfkapsel schützen. Von hier aus beginnen diese im März bis April ab einer Temperatur von 7°C ihr Unwesen zu treiben. Als Nahrungsquelle bevorzugen sie nicht nur die Buchsbaumblätter, sondern auch die grünen Rindenteile der Zweige. Ein Befall des Schädlings bleibt oft solange unbemerkt bis ein Großteil der Pflanze kahl gefressen ist, diese von unten her braun wird und letztendlich abstirbt.

Die Raupen entwickeln sich über sechs bis sieben Larvenstadien zu Puppen, aus denen im Mai weiße, braun berandete, nachtaktive Schmetterlinge mit einer Flügelspannweite von vier Zentimeter schlüpfen. Diese sitzen tagsüber während ihres acht Tage lang dauernden Lebens auf der Blattunterseite anderer Bäume, fliegen aber zur Eiablage auf Buchs. Bei günstiger Witterung bringt der Buchsbaumzünsler zwei bis drei Generationen pro Jahr hervor. Die Raupen der letzten Generation überwintern in Kokons vorzugsweise auf Buchs, wo im nächsten Frühjahr wieder alles von Neuem beginnt.

Bei einzelnen, kleineren Buchspflanzen ist es möglich, vorhandene Raupen und Puppen abzusammeln bzw. Gespinste auszuschneiden und das Schnittmaterial, da aus diesem auch noch mehrere Tage nach dem Schnitt Schmetterlinge schlüpfen könnten, zu vernichten. Eine laufende, wöchentliche Kontrolle der Gehölze über die Sommermonate ist in der Folge aber unumgänglich. Gute Erfahrungen zur ökologischen Bekämpfung vor allem kleiner Raupen wurde mit einem Bacillus thuringiensis-Präparat, wie z.B. XenTari® (erhältlich bei Firma Biohelp, www.biohelp.at), gemacht.

Die Bekämpfung des Buchsbaumzünslers bei größeren Buchspflanzen und –hecken erfordert die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und sollte von einem Fachmann durchgeführt werden, da die Benetzung der gesamten Pflanzen mit entsprechenden Geräten durchgeführt werden muss, um Erfolg zu bringen.

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