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Baden bei Wien

Haus der Kunst

Kontaktdaten
Bezeichnung: Adressdaten:
Anschrift: Kaiser Franz Ring 7

Standort von Haus der Kunst auf herold.at anzeigen Standort
Tel.: 02252/86 800-526
Fax.:  
E-Mail: kultur@baden.gv.at maria.peschka@baden.gv.at
Website: http://www.baden.at
Kontaktperson: Prof. Hans-Gerd Ramacher

Produkte und Dienstleistungen:

Öffnungszeiten nur während Ausstellungen: Di – So, 10h - 12h &15h - 18h,

Tel.: 02252/86 800-520 oder 526

Öffnungszeiten:

siehe oben


Das Haus der Kunst - ein schöner Rahmen für Konzerte und Ausstellungen

Bild 1: Haus der Kunst

Das Haus der Kunst können Sie für Konzerte oder Ausstellungen mieten.

Informationen bei der Kulturabteilung der Stadtgemeinde Baden, Tel. 02252/86 800-520 oder kultur@baden.gv.at

Bild 2: Haus der Kunst

Geschichte und Architektur: Das heutige Haus der Kunst hieß im 19.Jahrhundert Villa Hudelist, später Villa Löwenstein. Diese Villa, lange Zeit Joseph Kornhäusel zugeschrieben, wurde 1818/19 von Pietro Nobile für Josef von Hudelist (k.k. Staats- und Konferenzrat; 1767–1818) an der Adresse Kaiser-Franz-Ring 7 errichtet und weist in ihrem Typus sehr direkt auf Nobiles Beschäftigung mit Palladio hin. Bis heute blieben die ursprünglichen Formen erhalten. Der zweigeschossige kubische Baukörper ist beherrscht von einem übergiebelten dreiachsigen Mittelrisalit mit Rundbogentüren im genuteten Erdgeschoss und Rechteckfenstern auf balustrierten Parapeten, zwischen Pilastern zu einer Gruppe zusammengefasst, im Obergeschoss. Die Flanken über dem fensterlosen, genuteten putzgequaderten Erdgeschoss zeigen große pilasterflankierte Fensteröffnungen mit eingestellten Säulen und Balustraden. Nach Hudelist ging das Haus in den Besitz des Freiherrn Villa-Secca über, bis es Moritz Löwenstein kaufte. Dessen Enkel Gustav vergrößerte den Garten durch Glashäuser und Weinberge und machte sich einen Namen durch seine Leistungen im Weinbau mit Rebveredelungsanlagen. 1913 trat das Haus besonders ins Blickfeld: Eine Spielbankengesellschaft gründete sich und wollte in der Löwensteinvilla ein Casino einrichten. Erlaubte sogenannte „Kursaalspiele“ sollten das Ganze tarnen. Das Land Niederösterreich war grundsätzlich dagegen, die Gesellschaft investierte dennoch rund 100.000 Kronen (Spielsäle im 1. Stock), und am 23. April 1914 eröffnete das Casino. Da die Tarnung des Glücksspiels rasch aufflog, schränkte die Bezirkshauptmannschaft den Betrieb ein, und am 19. Juli 1914 erfolgte die endgültige Schließung. Nach Verlegung des Armeeoberkommandos von Teschen nach Baden (Schloss Weilburg), 1917, dienten Haus und Garten Kaiser Karl I. gelegentlich für Audienzen. 1925 ist die Villa durch Ankauf der Löwenstein-Besitzungen Stadteigentum geworden – und für die Zeit zwischen den Kriegen Sitz der Kurdirektion. Ab April 1939 trug die Löwensteinvilla den Namen Haus der Kurverwaltung und beherbergte den Städtischen Fremdenverkehrsdienst, den neu gegründeten Ortsfremdenverkehrsverband, die Beethoven-Gemeinde sowie die Kanzlei des Städtischen Musikbeauftragten. Nach Abschluss von Adaptierungsarbeiten in der Villa wurde am 2. Mai 1939 die Tätigkeit der Amtsstellen in vollem Umfang aufgenommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Haus von Angehörigen der Roten Armee besetzt. 1956 erneuerte die Malerschule das heruntergekommene Gebäude als „Haus der Kunst“. Am 1. Juni 1957 wurden dessen Lese- sowie Veranstaltungssaal eröffnet. Seither finden in dem Haus Ausstellungen, Konzerte sowie verschiedenste andere Veranstaltungen statt

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